Die 10 größten Fehler im Marketing – Beispiel 5: Mangelhaft organisierter Marketingeinkauf und unzureichendes Controlling

von Fred Geiger

Das Problem: Der Erfolg der Marketingarbeit wird in den meisten Unternehmen primär an der Effektivität gemessen, aber nur unzureichend an der Effizienz. Unter Effektivität versteht man ja “das Richtige tun”, sprich die grundsätzlich richtigen Entscheidungen zu treffen. Hier haben die Marketingabteilungen inzwischen, bedingt durch immer bessere Prozesse und immer besser ausgebildete Mitarbeiter ein hohes Niveau erreicht. Im Vergleich zu den meisten anderen Bereichen im Unternehmen, werden aber die Möglichkeiten der Effizienzsteigerung (also “es richtig zu tun”) im Marketing nach wie vor nur unzureichend ausgeschöpft. So führen beispielsweise laut einer Studie von IBM sage und schreibe 79 von 100 befragten Marketingentscheidern in mittelständischen und größeren Unternehmen Marketingmaßnahmen durch, ohne dabei die Wünsche der Zielgruppe wirklich zu kennen. In anderen Unternehmensbereichen wäre so etwas völlig undenkbar. Oder können Sie sich vorstellen, dass ein Großteil Ihrer Buchhalter Buchungen vornehmen würde, ohne die Erwartungen des Wirtschaftsprüfers wirklich zu kennen? Wäre es denkbar, dass ein Vertriebsleiter aus 8 von 10 Kundengesprächen nur unzureichende Erkenntnisse über die Wünsche des Kunden mitbringt? Könnte ein Produktionsleiter 80 % seiner Produkte ausliefern, ohne deren letztendliche Qualität wirklich zu kennen? Im Marketing hingegen scheint eine solche Denk- und Vorgehensweise aber offensichtlich möglich zu sein.

Die Realität:

Social Media Guidelines – Die 10 größten Fehler und Missverständnisse Teil I

Wenn sich Politiker, Wirtschaftsführer und andere Entscheider in Sachen “Social Media” profilieren wollen, scheitern sie häufig an einem Übermaß an Erwartungen, was den Erfolg anbelangt, verbunden mit  einem Mangel an gesamtheitlichem Denken, wenn es um die Einbindung von Social Media Aktivitäten in den Gesamtkontext der zielgerichteten (Unternehmens-)kommunikation geht.

Als jüngstes Beispiel fällt mir da der Blog von Peer Steinbrück ein: wurde doch der sicher gut gemeinte “peerblog” für den SPD-Kanzlerkandidaten zu einem veritablen PR-Fiasko. Was hätte Peer Steinbrück anders machen können?

Zunächst “macht ja eine Schwalbe noch keinen Frühling”, sprich ein einsamer Blog erhebt Peer Steinbrück noch nicht zur Avantgarde in Sachen Social Media. Aber das ist auch gar nicht notwendig: es geht zunächst vor allem erst einmal darum, alle für die Person oder das Unternehmen relevanten Felder zu finden und diese dann sofort oder nach und nach zu bespielen. Weiterhin geht es dann darum hierfür auch die richtigen Mitstreiter zu finden und diese in die Lage zu versetzen für eine Sache, für ein Thema, für eine Marke oder für eine Person so konsistent wie kraftvoll im Social Web zu wirken. Und genau hieran scheitern die meisten Social Media Auftritte, konkret kann man hier feststellen: