Die 10 größten Fehler im Marketing – Beispiel 7: Unzureichende Koordination zwischen Marketing und Vertrieb

von Fred Geiger

Das Problem:

“Mehr Demokratie wagen”, mit diesem Grundgedanken begann Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts ein dramatischer Wandel, der die Gesellschaft und damit auch die Welt der Wirtschaft in fundamentaler Weise verändert hat. Heute steht dieses Motto für die direkte, plebiszitäre Demokratie und letztendlich ist dieser, auf den ersten Blick so einfache und unscheinbare Satz, den einst Willy Brandt formulierte, das zentrale Element des Social Media Marketing. Trotzdem müssen wir uns, gerade als Führungskräfte in den Unternehmen, heute mehr denn je die Frage stellen: wie viel Demokratie vertragen Marketing und Vertrieb denn wirklich?

Unzweifelhaft waren im alten Griechenland über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zwei sehr unterschiedliche politische Systeme erfolgreich: zum einen war es Athen, die Wiege unserer modernen Demokratie, zum anderen Sparta, das seine Bürger einem rigorosen, unveränderlichen, darwinistisch geprägten Staatswesen unterordnete, in dem der Einzelne nicht zählte.

Im Wettlauf dieser beiden Systeme siegte übrigens Sparta, weil es sich durch die enge Fokussierung und die strenge Koordination all seiner Kräfte, sich dem partizipativ geprägten athenischen Gemeinwesens überlegen zeigte.

Social Media – warum klassisches Marketing in Sozialen Medien nicht funktionieren wird

von Fred Geiger

Selten klug hat Peter Kruse den notwendigen Paradigmenwechsel im Marketing zu Papier, oder besser “zu Blog”, gebracht http://www.kircher-burkhardt.com/blog/netzkultur-guru-peter-kruse-empathie-wird-zur-schlusselkompetenz-von-unternehmen/ . Zwar sind die meisten Unternehmen inzwischen bereit Ressourcen (sei es Personal, sei es Geld) in Social Media zu investieren, nur glauben die meisten Unternehmenslenker und Marketingverantwortlichen nach wie vor, das Social Media wie klassische Marketingkommunikation funktionert, Social Media also simple “Reklame” in einer neuen Aggregatsform ist. Peter Kruse seziert in seinem Artikel sehr genau dieses intellektuelle und mentale Missverständnis. In der neuen Medienweilt geht es um die Erfolgsfaktoren Ehrlichkeit, Transparenz und Empathie und nicht mehr um neidisch gehütetes Herrschaftswissen und das gezielte, ja manipulative steuern von Botschaften. Die Zeiten für das Marketing werden damit aber nicht unbedingt schwerer, sie werden nur anders. Nicht zuletzt wird damit Social Media Marketing zu einer Aufgabe der obersten Führungsebene eines Unternehmens, zu einem zentralen Element der Corporate Governance, wenn wir den Begriff ganz allgemein als “gute Unternehmensführung” verstehen wollen.