Die 10 größten Fehler im Marketing – Beispiel 4: Inkonsequente und zu komplexe Markenführung

von Fred Geiger

Mit viel Getöse wird gerade die Kampagne “Umparken im Kopf” von Opel “abgefackelt”. Wieder einmal ein neuer Versuch, der Marke Opel wieder Leben einzuhauchen. Erinnern Sie sich noch an “Technik, die begeistert”, “Frisches Denken für bessere Autos”, “Wir lieben Autos”, “Eine Generation voraus” oder “Wir bauen Ihr Auto”? Jedes Jahr eine neue, frische, frohe und sinnfreie Botschaft, Slogans, die ebenso in Vergessenheit geraten sind, wie die Werte der Marke Opel. So vernichtet  ”Reklame” Milliarden € an Markenkapital.

Bei der neuen Opel Kampagne ist jetzt aber alles anders, hat man sich doch eine Marketingleiterin aus der Markenartikelindustrie geholt und sie, auch um die Bedeutung der Reklame im Hause Opel zu unterstreichen, auch gleich in den Vorstand berufen – einmalig für die Automobilindustrie. Und deshalb wird jetzt auch die Marke endlich strategisch stringent und operativ sauber nach allen Regeln der “Marketingkunst” geführt:

  • ein griffiger Slogan
  • eine Teaserkampagne zum Start
  • jede Menge prominente Testimonials von “Kloppo”  über Joachim Król bis hin zu Bettina Zimmermann und
  • “last but not least” genügend Geld

Ob diese “Umerziehung im Kopf” wirklich funktioniert? Daran kann man durchaus Zweifel hegen: