Schlagfertigkeit im Büro – bitte nicht nachmachen

von Fred Geiger

….gerade eben habe ich in SPON doch folgenden interessanten Artikel gelesen: www.spiegel.de/karriere/berufsleben/schlagfertig-im-buero-so-behaupten-sie-sich-bei-der-arbeit-a-953993.html

Was soll ich sagen? Ich war doch einigermaßen verblüfft, denn die dort vom “Schlagfertigkeitstrainer” dargebotenen Tipps wird doch hoffentlich keine vernünftige Sekretärin oder kein unbedarfter Studienabsolvent für bare Münze nehmen. Bemerkungen, wie sie dort einer Sekretärin in den Mund gelegt werden oder Tipps, die Späße rund um die körperlichen Unzulänglichkeiten eines Kollegen als besonders schlagfertige Retourkutsche empfehlen, würden in vielen Unternehmen zur augenblicklichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen.

Meine Empfehlung: schulen Sie statt Ihrer Schlagfertigkeit doch lieber Ihren Geist, Ihre Rhetorik und Ihr Geduld. Dann können Sie Angriffen jeglicher Art wirklich souverän begegnen.

Typische Führungsfehler und wie Sie sie vermeiden – Teil I

von Fred Geiger

Für alle Lebensbereiche braucht man in Deutschland Zeugnisse, Zertifikate, Diplome oder zumindest so etwas wie eine Teilnahmebescheinigung um seiner Profession nachgehen zu können. Ein Auto ohne Führerschein fahren? – eine Straftat. Ein Angebot an ein Groß-unternehmen ohne ISO 9001 zertifiziert zu sein? – aussichtslos. Eine Bewerbung in der Entwicklungsabteilung eines Automobilkonzerns ohne ein einschlägiges Studium mit sensationellen Noten an einer renommierten Universität? – kann man sich wahrscheinlich sparen.

Nicht so ist das bei der Führung von Mitarbeitern (ich verwende hier immer die männliche Form, gemeint sind aber sowohl Mitarbeiter, als auch Mitarbeiterinnen)  - ein Team mit 200 vielfältigen Persönlichkeiten führen, darf man auch als „Analphabet“ oder sogar als „Autist“, was seine Führungskompetenzen anbelangt. Aber warum legen Unternehmen auf angewandte Führungskompetenz keinen größeren Wert (mal abgesehen von den Sonntagsreden mancher Personalverantwortlicher)?