Die 10 größten Fehler im Marketing – Beispiel 2: Mangelhafte strategische Ausrichtung

Eine zentrale Problematik im Marketing von Unternehmen ist die mangelhafte strategische Ausrichtung in der Marketingarbeit. Als typisches, wenn auch nur stellvertretendes, Beispiel von vielen sei hier der Umgang der Marketingverantwortlichen mit dem Feld des Onlinemarkting genannt. Nach meinen Erfahrungen stehen zwar die Führungskräfte und Entscheider dem Thema abstrakt sehr positiv gegenüber, auch ist man bereit in Personal und in weitere Ressourcen wie IT-Infrastruktur, Beratung und Agenturen zu investieren.

Ist er dann aber erst ernannt, der “Onlinemarketingspezialist, der “SEO-Officer” oder der “Social Media Manager“, beginnen die Probleme. Es gibt keine Ziele, es gibt keine Strategie, es gibt keinen Plan, aber es gibt jede Menge Aktivitäten in alle möglichen Richtungen, was die operative Umsetzung anbelangt. Man muss dann auch kein Prophet sein, um ein Scheitern einer solchen „Strategie“ vorauszusehen. Wir bedürfen deshalb einer anderen, professionelleren, systematischeren Vorgehensweise, um erfolgreich zu sein. Es geht im Grunde um Entwicklung, Ausrichtung, Integration und Controlling im besten Sinne, also um „Steuerung“ der Maßnahmen „von der Wiege bis zur Bahre“. Wie kann man hier strategisch klug vorgehen?

  • Analysieren Sie zunächst einmal Ihre Onlinereputation, zum Beispiel mit dem Einsatz von einfachen Tools wie Google Alerts, der Blog Suchmaschine Technorati oder umfangreicheren Tools wie Trackur oder Social Radar.

Die 10 größten Fehler im Marketing – Beispiel 1: Der Verzicht auf Ethnomarketing

Als ethnische (von griechisch „ethnos“ = das Volk) Minderheiten werden zunächst Volksgruppen bezeichnet, die auf dem Gebiet eines Staates leben, das mehrheitlich von einer anderen Volksgruppe bewohnt wird. In der Ära des Nationalstaats (in Deutschland vor allem der Zeitraum zwischen 1871 und 1945), standen Minderheiten unter einem hohen Assimilierungsdruck, weshalb zum Beispiel die hohe Zahl der ins Ruhrgebiet eingewanderten polnischsprachigen Zuwanderer sich schnell integriert hat. An die slawischen Wurzeln vieler Einwohner des Ruhrgebiets erinnern heute allenfalls noch die Namen.

In Deutschland wurde Ethnomarketing erst vor wenigen Jahren entdeckt. So begann die Bildung stabiler ethnischer Minderheiten im großen Stil bei uns erst Ende der 70er Jahre, als klar wurde, dass die Masse der in den 60ere und frühen 70er Jahren zugewanderten Gastarbeiter dauerhaft in Deutschland bleiben wird. Hinzu kam der neue Zuzug in sich geschlossener neure Bevölkerungsgruppen wie zum Beispiel der Russlanddeutschen (rund 2,3 Mio.). Auch kam es aus ganz verschiedenen Gründen nicht zur Assimilierung dieser neuen Bevölkerungsgruppen in der zweiten oder dritten Generation.

Im Gegenteil: durch die zum Teil sehr ausgeprägte räumliche Ballung von Ethnien (so gilt Berlin-Kreuzberg als die größte türkische Stadt ausserhalb der Türkei) und die Bildung einer kompletten Infrastruktur (mit spezifischen Produkten und Läden) und mit einer eigenen Informationsgesellschaft (mit Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern) erreichen wir heute insbesondere den türkisch geprägten Teil unser Bevölkerung (immerhin knapp 3 Mio. Personen) mit einem standardisierten Marketingmix nicht mehr.

Social Media Guidelines – Die 10 größten Fehler und Missverständnisse Teil I

Wenn sich Politiker, Wirtschaftsführer und andere Entscheider in Sachen “Social Media” profilieren wollen, scheitern sie häufig an einem Übermaß an Erwartungen, was den Erfolg anbelangt, verbunden mit  einem Mangel an gesamtheitlichem Denken, wenn es um die Einbindung von Social Media Aktivitäten in den Gesamtkontext der zielgerichteten (Unternehmens-)kommunikation geht.

Als jüngstes Beispiel fällt mir da der Blog von Peer Steinbrück ein: wurde doch der sicher gut gemeinte “peerblog” für den SPD-Kanzlerkandidaten zu einem veritablen PR-Fiasko. Was hätte Peer Steinbrück anders machen können?

Zunächst “macht ja eine Schwalbe noch keinen Frühling”, sprich ein einsamer Blog erhebt Peer Steinbrück noch nicht zur Avantgarde in Sachen Social Media. Aber das ist auch gar nicht notwendig: es geht zunächst vor allem erst einmal darum, alle für die Person oder das Unternehmen relevanten Felder zu finden und diese dann sofort oder nach und nach zu bespielen. Weiterhin geht es dann darum hierfür auch die richtigen Mitstreiter zu finden und diese in die Lage zu versetzen für eine Sache, für ein Thema, für eine Marke oder für eine Person so konsistent wie kraftvoll im Social Web zu wirken. Und genau hieran scheitern die meisten Social Media Auftritte, konkret kann man hier feststellen:

Die 4 größten Risiken für Facebook

Stellen wir uns einmal vor, eine kleine amerikanische Softwarefirma hätte gerade keine Kapazitäten frei gehabt, als IBM dringend (weil eine andere Softwarefirma abgesprungen war) und extrem kurzfristig ein Betriebssystem für ihren neuen PC gebraucht hat. Bill Gates wäre heute wahrscheinlich der Chef eines mittelständischen Softwareunternehmens, der PC hätte sich vielleicht als Irrweg der Informationstechnologie herausgestellt und die Großrechnertechnologie wäre weiter entwickelt worden. Was wäre passiert, wenn Google schon 1996 gegründet worden wäre und im Jahr 2000, in der Boomzeit der Internetaktien an der Wallstreet vorgestellt worden wäre. Vielleicht wäre Google dann genauso untergegangen wie die allermeisten Dotcom-Unternehmen und Larry Page würde als Professor Informatik an einer unbekannten amerikanischen Provinzuniversität mit zweifelhaftem wissenschaftlichem Ruf unterrichten. Ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach mit der Zukunft von Facebook: einen Börsenhype hat das Unternehmen clever genutzt, nur muss es jetzt beweisen, dass es 100. Mrd. US $ wert ist. Und es gibt gute Gründe skeptisch zu sein, da es eine ganze Reihe von Risiken gibt:

►    Risiko Nr. 1: Der Markt ist gesättigt