Die 4 größten Risiken für Facebook

Stellen wir uns einmal vor, eine kleine amerikanische Softwarefirma hätte gerade keine Kapazitäten frei gehabt, als IBM dringend (weil eine andere Softwarefirma abgesprungen war) und extrem kurzfristig ein Betriebssystem für ihren neuen PC gebraucht hat. Bill Gates wäre heute wahrscheinlich der Chef eines mittelständischen Softwareunternehmens, der PC hätte sich vielleicht als Irrweg der Informationstechnologie herausgestellt und die Großrechnertechnologie wäre weiter entwickelt worden. Was wäre passiert, wenn Google schon 1996 gegründet worden wäre und im Jahr 2000, in der Boomzeit der Internetaktien an der Wallstreet vorgestellt worden wäre. Vielleicht wäre Google dann genauso untergegangen wie die allermeisten Dotcom-Unternehmen und Larry Page würde als Professor Informatik an einer unbekannten amerikanischen Provinzuniversität mit zweifelhaftem wissenschaftlichem Ruf unterrichten. Ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach mit der Zukunft von Facebook: einen Börsenhype hat das Unternehmen clever genutzt, nur muss es jetzt beweisen, dass es 100. Mrd. US $ wert ist. Und es gibt gute Gründe skeptisch zu sein, da es eine ganze Reihe von Risiken gibt:

►    Risiko Nr. 1: Der Markt ist gesättigt

Die Legende vom Silver Surfer

Soziale Medien – ist das nicht gerade ein Thema für “ältere Zielgruppen”? In der Tat erscheinen soziale Medien für ältere Zielgruppen auf den ersten Blick faszinierende Möglichkeiten zu bieten:

  • Sei es der Kontakt mit den Enkelkindern in der nächsten Großstadt oder gar auf einem anderen Kontinent der Erde. Wären da nicht Twitter, Facebook, Skype & Co. eine ideale Lösung?
  • Ältere Menschen sind beim Kauf von Produkten eher kritisch, legen mehr Wert auf Qualität und wägen Anschaffungen eher ab als Jüngere. Liegt es da nicht nahe, dass hier Bewertungs- und Informationsportale hohe Akzeptanz genießen?
  • Der Rentner als solcher (Vorsicht Klischee) hat ja mehr freie Zeit. Ist es da nicht fast schon logisch, dass er dann auch mehr Zeit im Web mit der Pflege sozialer Kontakte verbringen wird?
  • Ältere Zielgruppen verfügen über ein deutlich höheres frei verfügbares Einkommen und sind auch nicht mit der “Umsonst-Kultur” des Web aufgewachsen, konkret: Sie sind für nutzwertige Angebote auch bereit zu bezahlen.

Da stellt sich zunächst die Frage, ob es ihn wirklich gibt, den “Silver Surfer”, den Menschen ab 60 im Web?

Zunächst ist die Internetnutzung bei älteren Zielgruppen überraschend hoch (Quelle: ARD-Onlinestudie 2011):

Social Media Strategien – warum ist das Chefsache?

.. in einem Seminar letzte Woche tauchte folgende Frage auf: Müssen nicht zunächst die zuständigen Mitarbeiter, sprich die, die dann Social Media umsetzen sollen nicht in die Entwicklung der Social Media Strategie eingebunden werden, schließlich haben gerade die Entscheider in den Unternehmen oft keine Ahnung vom Thema? Ich meine nein, denn der Einstieg in Soziale Medien ist für jedes Unternehmen „ein Schritt über den Rubikon“, sprich hier droht Kontrollverlust über Botschaften, hier werde ich öffentlich, hier ist Vertrauen in die Mitarbeiter notwendig. Am Ende kann nur Chef entscheiden, welche Werte das Unternehmen „nach außen“ darstellen will, sprich die Basis ist die Corporate Identity. Diese wiederum ist a.) ja hoffentlich schon vorhanden (wenn auch eben nicht immer schriftlich) und b.) eben Chefsache und nicht eine „demokratische Veranstaltung“.  Social Media Marketing ist deshalb zuallererst „eine Frage der Haltung“ der Geschäftsleitung zum Thema und nicht “der Ahnung der Geschäftsleitung” vom Thema.